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Mobiler Alltag und feste Gewohnheiten - Kriterien der Verkehrsmittelnutzung

Zeit:
Freitag, 3. Juni 2016
08:30 - 11:00 Uhr

Raum:
Rheinsaal

Referent:
Dr. Mathias Wilde

Institutiton:
Goethe-Universität Frankfurt am Main

Abstract:
Die Mobilitätsforschung will die Logik des Unterwegsseins entschlüsseln, will den Menschen als mobiles Wesen verstehen und dessen Beweggründe durchdringen. Sie hat etliche Theorien hervorgebracht, mit denen die Verkehrsmittelnutzung der Menschen erklärt werden soll. Die Konzepte reichen von Einstellungen, über residenzielle Selbstselektion, bis hin zu Mobilitätsstilen und Mobilitätsbiographien. So verschieden die Konzepte sein mögen, eines ist ihnen gemeinsam: Sie bewegen sich im Spannungsfeld von Struktur und Individuum. Sind es strukturelle Faktoren, ist es die Haltestellendichte, das Fahrtenangebot, die Farbe des Triebwagens oder sind individuelle Faktoren ausschlaggebend für die Verkehrsmittelnutzung, sind es Werte, das Umweltbewusstsein, der Drang nach Freiheit? Der Vortrag stellt verschiedene Theorien der Verkehrsmittelnutzung vor und versucht sich an ihrer Übersetzung für die Planungspraxis. Damit versteht er sich als eine Anregung, den Fahrgast als mobiles Wesen zu entdecken.