Skip to main content

Stationen: Vom Sorgenkind zum Erfolgsfaktor - Ansatzpunkte für kurzfristige Verbesserungen von Usability und Fahrgastanspracherschrift

Zeit:
Mittwoch, 25. April 2018
14:50 - 15:20 Uhr

Raum:
Saal 6

Referent / Institution:
Gerhard Probst | Probst & Consorten Marketing-Beratung

Abstract:
Welche Maßnahmen zur Fahrgastbindung und -gewinnung schaffen im SPNV
kurzfristig großen Nutzen? Bei einigen Handlungsfeldern wie beispielsweise der
Tarifgestaltung werden die Abstimmungen zwischen den Akteuren komplexer. Von
der Idee bis zur Erlöswirksamkeit vergeht dabei einige Zeit.

Ein Handlungsfeld in der Reisekette bzw. dem Fahrgasterleben verspricht dagegen
kurzfristig spürbare Verbesserungen: die Gebrauchstauglichkeit (Usability) und
Fahrgastinformation an einer zentralen Zugangsstelle des Nahverkehrssystems – die
Stationen.

Häufig ist die Frage nicht geklärt, welcher Akteur sich um das abgestimmte
Reisendenerlebnis kümmert. Viele Beteiligte haben kein Konzept zur Schaffung einer
durchdachten Benutzeroberfläche an Stationen. Häufig wird der Fahrgast mit
redundanten Information und Verboten heimgesucht oder leere, mit öffentlichen
Mitteln finanzierte Vitrinen signalisieren dem Gelegenheitsnutzer alles andere als
das Gefühl, willkommen zu sein.

Dabei können mit einfachen Mitteln zentrale Kritikpunkte im Reisendenerlebnis
beseitigt werden. Diese sind u.a. eine aktive Tarifkommunikation, die Integration der
kommunalen Wegeleitung in den Stationsbereich oder die Integration des Bahnhofs
in die wichtigen "Points of Interest" im Einzugsbereich der Station.

Trotz der vielen Möglichkeiten der Digitalisierung erwarten potenzielle Kunden das,
was sie an Nutzerführung auf Flughäfen oder in Einkaufszentren als
selbstverständlich wahrnehmen auch an Bahnhöfen.

Mit konkreten Fallstudien und Marktforschungsergebnissen werden die Bedeutung
der Gebrauchstauglichkeit erläutert und konkrete Ansatzpunkte für die Praxis
aufgezeigt.