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ÖPNV in ländlichen Räumen - vom Stiefkind zur Schlüsselinfrastruktur

Zeit:
Mittwoch, 25. April 2018
11:50 - 12:20 Uhr

Raum:
Saal 6

Referent / Institution:
Meinhard Zistel | Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)

Abstract:
Auf dem Land ist das Auto das führende Verkehrsmittel und der ÖPNV-Anteil liegt bislang bei nur 5 %. Der hohe Pkw-Anteil sowie weite Entfernungen bieten in ländlichen Regionen großes CO2-Minderungspotenzial, insbesondere im Stadt-Umland-Verkehr. Der ÖPV in länd-lichen Räumen kann daher einen großen Beitrag zur Verkehrswende leisten und benötigt eine koordinierte Vorwärts-Strategie. Der Maßstab darf nicht die althergebrachte Sicht mit „Restverkehr“ für „Zwangskunden“ sein, sondern ein modernes, integriertes Mobilitätsange-bot für alle Kundengruppen.

Mit passgenauen Mobilitätsangeboten lassen sich auch „auf dem Land“ beachtliche Fahr-gastzuwächse und ein größerer Marktanteil erzielen. Die Konzepte sind bekannt und erprobt. Die Differenzierte Bedienung ermöglicht einen „Maßanzug für die Mobilität vor Ort“ und wird in vielen Regionen erfolgreich umgesetzt. Bedarfsverkehre gibt es in Deutschland seit nun-mehr 40 Jahren, inzwischen weit über 500 Angebote. Doch noch immer werden in „Modell-vorhaben“ vermeintlich neue flexible Bedienungsformen erprobt und gefördert, die nur selten echte Systeminnovationen darstellen. Schwerpunkt muss vielmehr eine schnellere Flächen-ausbreitung der bekannten Praxislösungen im gesamten Bundesgebiet sowie ihre zeitgemä-ße Weiterentwicklung sein.