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Sozialtransporte – ein Milliardenmarkt

Zeit:
Mittwoch, 25. April 2018
13:10 - 13:40 Uhr

Raum:
Saal 4

Referent / Institution:
René Kämpfer | IGES Institut GmbH

Abstract:
Eine Folge des demografischen Wandels ist die Ausdünnung von Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum. Dies führt oftmals zu einer Unterversorgung der ländlichen Räume, sodass längere Wege zurückgelegt werden müssen.

Ein Bereich, in dem sich in vielen Regionen heute bereits eine Unterversorgung abzeichnet, ist die ambulanten Gesundheitsversorgung. Die Situation wird sich auch vor dem Hintergrund des Demographischen Wandels zukünftig eher verstärken und führt bereits jetzt aber auch mittel- bis langfristig zu einer Erhöhung des Mobilitätsbedarfs. Dies gilt sowohl für die ambulante Versorgung aber auch für die Sicherstellung der Erreichbarkeit von Krankenhausstandorten.

Ausgehend von den wachsenden Mobilitätsbedarfen zur Sicherstellung der Erreichbarkeit der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen stellen Mobilitätsangebote einen Lösungsansatz zur Linderung von Defiziten der Versorgung dar.

Zielstellung des Beitrags ist daher, anhand ausgewählter Beispielregionen, die zu erwartende Situation zu beschreiben und mögliche Lösungsoptionen vorzustellen.

Dabei wird auf die verschiedenen Teilsegmente im Markt der Gesundheitsmobilität abgestellt, von denen insbesondere der Bereich verordneter Krankenfahrten besonders relevant für die Machbarkeitsprüfung neuer Mobilitätsangebote zur Sicherung der Erreichbarkeit der medizinischen Versorgung ist.

Aufbauend auf der Diskussion möglicher Lösungen und existierender erster Ansätze der Gesundheitsmobilität (Fahrservices und Koordinierungsansätze aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands) wird anhand im IGES Institut durchgeführten Untersuchungen zu Möglichkeiten von Patientenfahrservices zur Verbesserung der Notfallversorgung sowie zu Potenzialen im Bereich Krankenhausfahrservices der Bogen zu den aktuellen Forschungsfragen gezogen.