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Energieeffizienz und CO2-Emissionen von Antriebslösungen

Zeit:
Dienstag, 24. April 2018
14:00 - 14:30 Uhr

Raum:
Saal 2

Referent / Institution:
Jürgen Blassmann | MTU Friedrichshafen GmbH

Abstract:
Während hochfrequentierte Strecken weitgehend elektrifiziert sind, werden aufgrund der hohen Investitionskosten auch in Zukunft Nebenstrecken nicht vollflächig rein elektrisch befahrbar sein. Für diesen Einsatz werden im Personenverkehr überwiegend Dieseltriebfahrzeuge genutzt. Die aktuelle Diskussion um Schadstoffemissionen in Ballungszentren und die Klimaschutzziele, werfen die Frage nach dem zukünftigen Antriebssystem für Triebwagen auf nicht elektrifizierten Strecken auf.

Zur Klärung wurden umfangreiche Gesamtsystemsimulationen von alternativen Antriebssystemen exemplarisch für einen 3-teiligen Regionaltriebzug durchgeführt. Dabei ist entscheidend, neben den fahrzeugseitigen Emissionen und Wirkungsgraden auch die Erzeugung und Bereitstellung des jeweiligen Energieträgers mit zu berücksichtigen. Hierfür wurde der Gesamtwirkungsgrad, von der Energiegewinnung bzw. -erzeugung bis zum Rad des Triebwagens (Well to Wheel), genutzt

In der Studie wurden dieselmechanische, reine E-Antriebskonzepte sowie drei hybride Varianten (Brennstoffzellenantrieb, serieller und paralleler Dieselelektro-Hybrid) verglichen. Mit den Simulationsmodellen werden für jede Variante die Diesel- bzw. Wasserstoffverbräuche oder der Bedarf an elektrischer Energie ermittelt. Daraus kann für jedes System und jede Strecke der CO2-
Ausstoß berechnet werden.

Das Gesamtergebnis basiert auf dem deutschen Strom Mix von 2017, der gegenwärtigen Herstellung von Wasserstoff.